Plogging

Fisherspooner sind zurück

Posted in Music and Film by Philipp at 20. Dez. 2007

Fisherspooner, arty-farty High-End-Deluxe Typen aus New York, haben auf MySpace einen ersten Song aus ihrem irgendwann erscheinenden dritten Album veröffentlicht. “The Best Revenge” gibt es hier zu hören.  Der Song kommt im Januar natürlich auf Kitsüne raus (u.a. mit Oliver Koletzki Remix). Woanders darf man ja irgendwie nicht mehr veröffentlichen.

Nach zwei Mal Hören haut es mich noch nicht so um. Ich geb denen Jungs aber natürlich alle Zeit der Welt. Immerhin sind sie eine der besten Bands der Welt…. um mal mit Superlativen zu arbeiten.

Neue Musik

Posted in Music and Film by Philipp at 16. Dez. 2007

Von zwei tollen Bands gibt es neue Musik zum kostenlosen Download:

 Zoot Woman - We Won’t Break

Muss man nicht viel zu sagen. Eine der tollsten Bands des Planeten, weil immer frisch und stylish. “We Won’t Break” ist ein erster etwas hibbeliger Vorbote des neuen und dritten Albums. Schön zu sehen, dass Stuart Price  immer noch solche Musik erschaffen kann, während er als Produzent von Seal o. Madonna die Kohle ranscheffelt.

 MIT - Park

Über die Kölner Typen hatte ich schomal geschrieben.  Jetzt ist auf ihrer MySpace-Seite ein kostenloser und zeitlich begrenzter Download ihres Songs “Park” zu haben (gleich unter “Park” im Player auf “Download” klicken). Wie bei Zoot Woman ist dies auch ein erster Vorgeschmack auf ihr Debüt-Album. Ich kann nur sagen: Killer-Track. Nach allem New Rave-Gedösel, das die Jungs bis jetzt so rausgebracht haben ist dies eine echte Weiterentwicklung. Es geht um Deepness, Baby. Hier wird auf der Tanzfläche nicht mehr geschriehen sondern geschwebt.

GrizzlyMan

Posted in Music and Film by Philipp at 12. Dez. 2007

Werner Herzog untersucht in diesem Dokumentarfilm den Menschen Timothey Treadwell, der sich in den Tiefen von Alaska in eine Bären-Welt zurückzieht. Ein überzeugendes und sehenswertes Dokument des menschlichen Fanatismus. Treadwell selbst hat sein Outlaw-Leben, das darin gipfelt, dass er samt Freundin von einem Bären aufgefressen wird, mit über 100 Stunden Filmmaterial exzellent dokumentiert. Herzog greift auf diese Aufnahmen ausgiebig zurück, die immer zwischen unausstehlicher Selbstdarstellung, tollen Naturaufnahmen und einer nicht mehr nachvollziehbaren (Freund)-Identifikation mit den Tieren pendeln.

Zurück aus Prag

Posted in Travelling by Philipp at 9. Dez. 2007

Heute wieder angekommen. Es war zum Glück nicht immer so wie auf diesem Video, dass ich auf der berühmten Karlsbrücke gemacht habe. Mit etwas Geschick war es eigentlich recht einfach den Touri-Strömen aus dem Weg zu gehen. Nichtdestotrotz muss sich die Stadt sicherlich bald was überlegen. Denn wenn wirklich jeder (!) zweite Laden in der Innenstadt Touristen-Artikel wie Gläser, jegliche Spiritousen oder Postkarten verkauft, löst sich der Charme einer Stadt schneller auf als einem lieb ist. Der Wenzelsplatz erinnert z.B. an manchen Stellen schon an die Reeperbahn.

Aber egal. Prag hat so viele tolle erhaltene Gebäude, dass man trotz Herrscharen von Menschen aus allen Herren Ländern auf den Straßen nicht aus dem Staunen herauskommt.

Wolf-Orchester

Posted in Music and Film by Philipp at 3. Dez. 2007

Während es in England Coverstories hagelt und Sänger Frank Carter (siehe oben) gerade von der Hype-Maschine NME als die coolste Person des Jahres 2007 erkoren wurde, konnten sich am heutigen Sonntagabend nicht mehr als grobgeschätzte 150 Leute dafür aufraffen das Konzert der Gallows im Berliner Knaack zu besuchen. Selbst schuld, denn sie verpassten 30 Minuten allerfeinsten Raw Power: Carter stand schon beim ersten Song mitten im Publikum, kletterte im weiteren Verlauf des Chaos-Gigs auf den Mischpult und einen Pfeiler vor der Bühne und rotzte währenddessen ständig eifrig auf den Boden. Das macht Spaß!

Die Gallows grinsten breit während sie über die Bühne sprangen und sich in Gitarrenposen ergötzten. Solch eine Spielfreude erlebt man nicht alle Tage. Beim letzten Song (selbstverständlich die Hymne “Orchestra Of Wolves”) standen die zwei Gitarristen samt Monitorboxen und Mikrofonständer im Mosh-Pit! Keine Frage, das war der zweitbeste Gig des Jahres (nach Daft Punkt).

Über die Vorband Jennifer Rostock muss man nicht viel Wörter verlieren. Bereits nach dem ersten Song war klar, dass niemand der Anwesenden etwas mit ihrem Sound irgendwo zwischen Wir Sind Helden und Spillsbury anfangen kann. Die Band nahm es gelassen und spielte munter ihr Set runter. Beim nächsten Meeting mit ihrer Plattenfirma Warner sollten sie aber mal ansprechen, warum gerade sie bei ihren Label-Partner Gallows als Support reingesteckt wurden. Vielleicht wollte es ja niemand anderes machen. Denn wer ihr wen an die Wand spielen würde, war ja eh schon vorher klar.

Die Gallows kommen sicher bald wieder auf eine ausgedehntere Deutschland-Tour. Bitte schon mal vormerken.