Goodbye
Goodbye Weltreise.
Goodbye New York.
Goodbye Dorms.
Morgen geht es wieder nach Deutschland. Freue mich euch wieder zu sehen!
Zwischenstand aus NYC
Gruess Gott aus dem Apple Store in der 5th Avenue in Mannhattan aus dem man umsonst ins Internet gehen kann (Danke Alex fuer den Tipp). New York zeigt sich bis jetzt von seiner guten Seite. Es ist nicht sonderlich kalt und hat bis jetzt nur gestern nacht heftig geregnet. Wir haben bis jetzt unsere Zeit hauptsaechlich in Mannhattan verbracht und sind in Chelsea durch Gallerien gelatscht und haben uns im East Village auf den Spuren des Punk-Rock begeben. Da ist aber nicht mehr viel zu sehen. Wie die meisten Leute hier sicherlich wissen ist das CBGBs inzwischen auch Geschichte und der beruehmte ‘Vorbau” nur noch ein Skelett. Schade.
Was ging sonst noch? Ich wollte zu einem Konzert von Sean Lennon, das aber leider ausverkauft war. Aber gestern abend war ich mal bei der Hip Hop Karaoke in der Knitting Factory. Wie der Name schon sagt, wird dort eben zu den Beats gesungen, aber alles mit dem Auswendiglern-Faktor. Es gibt also keine Projektion von Texten. Das Publikum war halb schwarz (klar) und halb weiss, was dem ganzen einen ganz angenehmen Touch gegeben hat. Die Black Guys hatten es dann aber natuerlich besser drauf (klar) und haben sich zu Hits wie “Jump Around” oder “Oh, Baby I like it raw…” als Rapstar auf der Buehne gefuehlt. Mein Highlight war aber eigentlich eine Dame die “Intergalactic” gesungen hat. Grosses Entertainment. Ich denke, hier lesen auch gerade ein paar Jungs mit, die da sofort auf die Buehne gerannt waeren.
Ansonsten? Vicky kraenkelt leider gerade etwas und liegt gerade im Hotel-Bett und kuriert sich ihren Schnupfen aus. Sie ist hoffentlich bald wieder fit um morgen oder uebermorgen sich eine Burlesk-Show anzuschauen und Brooklyn noch genauer zu betrachten.
PS: Hier laeuft gerade “Forever Young” von den doitschen Alphaville. Immer wieder ein Hit.
L.A. - NYC
Mit dem Nachtbus bin ich von San Francisco nach L.A. zurueckgefahren. Das war natuerlich wie zu erwarten eine Black/White-Trash-Veranstaltung. Leute mit Hunden, Babies etc.. Aber die acht Stunden Fahrt habe ich gut ueberstanden. Wer mal einen Film ueber die die Apocalypse drehen moechte, dem empfehle ich Downtown Los Angeles Sonntags morgens um 7 Uhr. Die Downtown sieht eher aus wie ein breitgetretenes Industrie-Gebiet aus deren Ecken allerlei Crackheads und andere Obdachlose herauskriechen. Im Financial District selbst habe ich sogar Leute gesehen, die dort vor verriegelten Shops ihre Zelte aufgebaut hatten und eben gerade aufgestanden sind, als ich dort mit dem Bus durchgefahren bin. Kurz und buendig: Amerika ist mit Abstand das Land in dem ich die meisten kaputten Leute gesehen habe.
In L.A. habe ich dann nur noch eine Nacht in Venice verbracht, wo ich mir L.A.’s Freak-Show am Venice Beach angeschaut habe. Inzwischen bin ich gut in New York angekommen und habe hier wieder meine bessere Haelfte getroffen. Mit Vicky habe ich nun in einem Schwulen-Hotel eingecheckt (sie hat das ausgesucht :-)). Keine Angst, ausser der Regenbogen-Fahne und dem hohen Maenner-Anteil habe ich noch nichts “Schlimmes” bemerkt. Ausserdem: Schwule sind meistens lustige Menschen.
Die Zukunft
Zum Abschluss hat mir San Francisco nochmal gezeigt wie weit vorne die Stadt ist. Zuerst habe ich einen Skateladen an einer Ecke gesehen und wollte mir den daraufhin mal naeher anschauen. Dort angekommen wies dann ein Zettel daraufhin, dass der Laden inzwischen nur noch als Lager und Pick-Up-Station fungiert, da man so viel Arbeit mit den Bestellungen ueber die eigene Webseite hat, dass sich ein “realer” Laden nicht mehr lohnt.
Kurz danach bin ich an einer Parkbank vorbeigelaufen auf der ein Zettel festgemacht war, mit dem jemand nach seiner davongelaufene Katze sucht. So weit, so nicht weiter verwunderlich. Allerdings stand in der Beschreibung der Katze neben Augen-, Haar-Farbe auch geschrieben, dass sie ein Mikrochip in sich traegt (fragt mich bitte nicht, warum man das Vieh dann nicht orten kann). Irre.
Ade San Francisco
Nach nahezu einer Woche in San Francisco werde ich heute Nacht die Stadt leider verlassen und in den Bus zurueck nach L.A. steigen. Was soll man sagen? Eine Woche ist nicht genug. DIe Bay Aera (mit Oakland, Berkley, etc.) ist eine nahezu unerschoepfliches Touristengebiet. Ich war zwar wirklich jeden Tag ziemlich aktiv und hab so ziemlich alle Walking-Tours gemacht, die der Lonely Planet angeboten hat, aber trotzdem habe ich noch laengst nicht alles gesehen. Z.B. war ich nicht in Alcatraz und bin nur ueber die Golden Gate Bridge gefahren und nicht gelaufen, ausserdem habe ich keine Faehre nach Oakland genommen und war auch nicht im Cartoon Art Museum.
Nun denn, ich habe natuerlich trotzdem so einiges gesehen. Gestern bin ich mal zum Ozean gefahren und habe mich dann durch eine Haelfte des riesigen Golden Gate Parks gekaempft, um eine Herde Bisons zu sehen, die dort vom San Francisco Zoo angesiedelt wurden, sich aber dann alle in ihrem Haeuschen verkrochen habe und so eigentlich nicht zu sehen waren. Danach ging es an die beruehmten Piers und danach bin ich weiter irgendwohin geschlednert bzw. busgefahren. Achja, toll war auch der Blick auf die Stadt ueber die “Full-House”-Haeuser am Alamo Square. Mulmig wurde mir es dort aber als die Ghetto-Boys dort in der sogenannten “Dog Area” ihre Kampfhunde/Bulldogen ohne Leine oder Maulkorb herumlaufenlassen…
PS: Wer uebrigens mal sehen will, wie unsere Zukunft aussieht, der sollte hier mal hinfahren. Abseits des unermesslichen WiFi-Angebots rennt hier Jeder Depp mit einem BlackBerry herum, es wird Werbung fuer BlackBerrys mit Hilfe der Schlagwoerter Google, Flickr oder Tivo gemacht und wirklich alle (!) haben ihren eigenen MySpace-Account.
Mal wieder ein Konzert
Vorgestern war ich seit langer, langer Zeit mal endlich wieder auf einem Konzert und habe mir die Pink Mountaintops angeschaut. Ich kannte zwar nicht mehr als zwei Songs der Band, aber es ging eben mehr darum mal wieder auf ein Konzert zu gehen. So richtig konnte mich die Band dann nicht ueberzeugen, umso mehr hatte es mir aber die erste Vorgruppe namens The Morning Benders angetan. Dahinter verbergen sich ein paar Jungspunde aus Berkley, mit denen jeder was anfangen kann der Pavement und Bright Eyes mag. Hier kann man sich die Jungs mal anhoeren. Tolle Band, aus der was werden kann. “Yeah, Yeah, Yeah…”
If you goin’ to …
Wie die von Scott McKenzie geklaute Ueberschrift verraet, befinde ich mich nun also in San Francisco. Die ehemalige Stadt der Hippies und jetztiges Mekka der Dotcom-Juenger. Letztere Bevoelkerungsgruppe ist uebrigens daran schuld, dass es extrem schwer ist ein annehmbares Internet-Cafe zu finden, da hier fast alle Cafes kostenloses WiFi anbieten und entsprechend 75% der Gaeste vor ihrem Laptop sitzen und schweigen. Raeume in denen Computer herumstehen und in denen man fuer deren Benutzung zahlt, braucht hier wirklich niemand mehr.
In San Francisco besuche ich gerade Leslie, mit der ich in Australien in der Gallery 4A zusammengearbeitet habe, und die sich inzwischen in der Golden Gate Stadt angesiedelt hat. Da ihre Mitbewohnerin einen kleinen Reinheitsfimmel hat und auch sonst extrem rumstresst, konnte ich nur 2 Tage bei ihr uebernachten und dabei den riesigen Fernseher, den ihre Mitbewohnerin auf Grund enormen Geld-Ueberschusses gekauft hat und der durch Cable nun ca. 800 Kanaele zeigt, geniessen. Egal, ich kann euch versichern, dass auch bei 800 Kanaelen nur Schrott kam. Ein Beispiel: ich wollte mal Nachrichten schauen und just an diesem Tag ist Herr Pinochet gestorben. Bei NBC war aber eine mittelschwere Hai-Attacke in Kalifornien der Aufmacher und Pinochet wurde in den kompletten Nachrichten nicht einmal erwaehnt. Naja, Schlamerika halt. Zwei weitere Tage habe ich dann bei Leslies Freund Adam uebernachtet, der nur ein paar Meter entfernt wohnt, bevor ich mich nun fuer die letzten drei Tage in ein Hostel einquartiert habe.
San Francisco zeigt sich gerade in Sachen Wetter nicht von der besten Seite. Es regnet bzw. nieselt konstant und es ist immer sehr, sehr nebelig. Aber in der Stadt gibt es so viel zu tun, dass man nicht wirklich vom Wetter abhaengig ist. Hippie-District um die Haight Street, Beatnik-District in North Beach, Spanier-Discrict in The Mission und so weiter und so fort. Bis jetzt ist mir nicht langweilig geworden und ich bin schon seit vier Tagen hier.
PS: Fuer die Auskenner: ich habe gestern Joel Gion auf der Strasse gesehen. Der Name sagt euch bestimmt nichts auf Anhieb (ich musste auch nochmal nachschauen), aber das war der Tamborine-Spieler von The Brian Jonestown Massacre und jeder der die empfehlenswerte Dokumentation Dig gesehen hat, weiss jetzt bestimmt wovon ich spreche, da er dort aeusserst “praesent” ist. Haette gerne ein Foto mit ihm gemacht, aber ich war mir erst sicher, dass er es wirklich war als ich nochmal die Bilder von seiner jetztigen Band The Dilletantes angeschaut habe.
