Bula from Fiji
Ich befinde mich gerade im langsamsten Internet-Cafe der Welt in Lautoka, der zweitgroesste Stadt der Insel. Ich habe das Gefuehl mir eine 28KB-Leitung mit zehn anderen Inselbewohnern teilen zu muessen… Aber egal, da ich erst morgen auf ein Boot steige und mir die beruhemten Touristen-Inseln Yasawas im Norden von Fiji etwas genauer anschaue, habe sonst nichts zu tun.
Nach Lautoka bin ich uebrigens ca. eine Stunde von Nadi (dort befindet sich der internationale Flughafen der Insel und gerade auch mein Hostel) mit einem oeffentlichen Bus gefahren. Die Fahrt war angenehm, wenn auch der C-Film “The Swamp Thing” in brutaler Lautstaerke durch den Bus geblasen wurde. Schoen war es aber zu sehen, dass der Bus an manchen Stellen wirklich alle zehn Meter haelt. Die Leute warten dort einfach an der Einfahrt ihres Hauses und selbst wenn die Nachbar-Einfahrt nur zehn Meter entfernt ist, wird sich keinen Schritt bewegt. So muss der Bus mit seinem altem klapprigen Motor nochmal anfahren, nur um sofort wieder stehen zu bleiben. Sinnlos, aber interessant.
PS: Im Radio laeuft gerade “Walk Like An Egyptian” von den Bangles. Lange nicht mehr gehoert…
Goodbye Sydney
Inzwischen sind auch meine Tage in Sydney gezaehlt. Das ist traurig, denn die Stadt ist mir doch immer weiter ans Herz gewachsen. Ich wuerde sogar sagen, dass ich mich dort sehr, sehr heimisch fuehle. Grund dafuer war sicher auch meine Zeit mit meinem Gastgeber Aaron, mit dem ich besser verstanden habe als ich mich erinnern konnte (wir haben eine aehnliche Art von “Humor”). Er hat zwar normal weiter gearbeitet (was mir recht war um mal Zeit alleine zu haben) und so haben wir eigentlich nur die Abende miteinander verbracht. Aber gelegentlich haben wir doch Zeit gefunden um uns in seinen alten Benz zu setzen und durch Sydney zu fahren. Das war immer sehr angenehm.
Am letzten Wochenende ergriff uebrigens eine wahre deutsche DJ-Invasion die Stadt. Am Freitag hat Hans Nieswandt im Goethe-Institut einen Vortrag mit DJ-Session gehalten, waehrend am gleichen Abend auch Michael Mayer in einem Club auflegte. Schon einen Tag spaeter waren Steve Bug und die Chicks On Speed in Sydney. Ich habe es aber zu keinem der Termine geschafft. Das lag zum einen daran, dass der Eintritt doch etwas teuer war (am meisten haette mich Michael Mayer interessiert, aber auch das war happig), zum anderen daran, dass wir eigentlich immer was Besseres zu tun hatten.
Am Samstag hatte Aaron zum Beispiel in eine Bar zu seinem Geburtstag eingeladen Eigentlich war Karaoke geplant, aber da hat die Mehrheit seines Bekanntenkreis gleich abgewunken - es ist also beim reinen Alkohol-Konsum geblieben. Was auch nett war.. Ich habe mich eigentlich den ganzen Abend mit einem Kuenstler unterhalten (Aaron kennt eigentlich nur Kuenstler), der zwar definitiv etwas neben der Kappe war, aber eigentlich doch ein ganz Netter ist. Eines seiner Kunstwerke ist zum Beispiel ein Stadtplan von Paris, den er mittels transparenten Papier unter einen Stadtplan von Sydney gelegt hat. So kann man in Sydney umherlaufen und gleichzeitig nachschauen wo man gerade waere, wenn man durch Paris schlendern wuerde. Nunja, ich hab ja gesagt er war etwas neben sich, ich hatte aber trotzdem einen guten Abend mit ihm und er hat mich aufgeklaert, dass David Bowie die Rolle von Nikola Tesla in The Prestige gespielt hat. Ich habe den Film vor ein paar Tagen gesehen (war mittelmaessig begeistert) und war mir auch sicher, dass ich den Schauspieler kannte, auf Bowie bin ich aber dummerweise nicht gekommen. Der Bart hinderte mich daran.
Nunja, inzwischen bin ich in Fiji angekommen. Bis jetzt habe ich noch nicht viel von der Insel gesehen, aber so weit ich das einschaetzen kann ist es wohl sehr touristisch. Was nicht weiter verwunderlich ist. Ich hatte eigentlich geplant erstmal in die Berge zu gehen (immerhin gibt es hier sogar Tausender), aber nach meinen ersten Stunden hier hat sich schnell herausgestellt, dass es a) viel zu heiss ist, um wandern zu gehen, b) man dort sehr schlecht alleine hinkommt und c) das Reisebuero mir gerade bestaetigt hat, dass niemand ausser mir morgen gerne eine Wander-Tour in die Berge machen moechte. Also doch bald ab auf die Inseln.
Gewinnspiel (mal wieder)
Herzlichen Glueckwunsch dieses Mal an Marcus R. aus Wiesbaden, der in rasender Geschwindigkeit bereits ca. zehn Minuten nachdem ich das Video reingestellt habe, die richtige Antwort wusste. Natuerlich handelt es sich hierbei um K2 mit “Der Berg ruft”. Zur Geschichte des Songs findet man hier einige Informationen. Wer sich nochmal selbst ueberzeugen will was fuer eine Scheisse das ist, der schaue sich bitte hier das dazugehoerige Video auf YouTube an.
Dank auch an Benjamin W. aus Koeln, der dem ganzen wichtige Hintergrundinfos aus seiner Hoerspielsammlung hinzugefuegt hat (nachzulesen sind seine Gedanken hier).
Wo wir schon beim Thema Musik sind. Wer Lust und Laune hat kann sich mal die fetzige Band Children Collide aus Melbourne anhoeren. Ihr Hit “We Are Amphibious” laeuft so schnell rein wie er wieder zu Ende ist. Super!
Bilder aus Sydney und Tasmanien
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Eine Nachricht aus Tasmanien
Ade Tasmania
Nach ca. eineinhalb Wochen muss ich Tasmania nun also den Ruecken zukehren. Falls irgendjemand hier diese Zeilen liest und auch plant nach Tasmanien zu gehen, dem sei geraten dort mindestens 2 Wochen zu verbringen. Alle Leute, die euch sagen wollen, dass eine Woche reicht sind Luegner. Zwei Wochen sind das absolute Minimum auf der Insel, da man dort einfach nur sehr, sehr langsam vorankommt. Nahezu alle Strassen sind mit einer mittelmaessigen deutschen Landstrasse zu vergleichen, die irgendwelche Kaeffer verbindet (auch in Tasmanien faehrt man von Kaff zu Kaff) und gerade in den bergigen Regionen sinkt so die Durchschnittsgeschwindigkeit gerne mal auf 60 Km/h. Will man sich auf dem Weg noch etwas anschauen (und das sollte man) kommt man nur in sehr kleinen Schritten voran.
Ich habe deshalb auch nach ca. der Haelfte meines Aufenthalts dort beschlossen mir nur eine Haelfte der Insel anzuschauen, da es sonst einfach ein grosses Rumgefahre waere… Gefahren bin ich dann trotzdem zu viel und habe dort einmal fast ein Wallabie ueberfahren und ein anderes Mal fast eine sehr giftig aussehende lange schwarze Schlange, die mitten auf der Strasse lag und sich dann aber flucks aus dem Weg geschlaegelt hat…
Auch wenn es mit dem Auto muehsam ist in Tasmanien umherzufahren so lohnt es sich doch allemal (mit dem Bus ist es nahezu unmoeglich das Land zu sehen). Die Landschaft ist unglaublich schoen und vielseitig. In den Bergen sieht es aus wie in der Schweiz (am Cradle Mountain hatte es sogar vor ein paar Tagen geschneit und auch als ich dort war lagen noch ein paar vereinzelte Schneefelder herum), waehrend sich an der 50 Kilometer entfernten Kueste ein Traumstrand den anderen jagt. Die Wiesen sind gruen, die Berge steil, das Wasser ist hellblau, der Sand strahlend weiss. Ich kann ich jedem nur empfehlen da mal hinzufahren.
Lechz…
Endlich, endlich erscheint die zweite Staffel von Twin Peaks auf DVD.
Teil 1 erscheint am 4. Januar.
Teil 2 am 5. April.
Mit besten Dank an Alex fuer die Info.

