Plogging

Er ist zurueck

Posted in Music and Film by Philipp at 31. Aug. 2006

Das gefaellt mir sehr gut, was der gute Evan hier macht. Erinnert ein bisschen an eine aufgepeppte Creator vs. Car Button Cloth-Version.

Erste Zugfahrt

Posted in Travelling by Philipp at 31. Aug. 2006

Heute hatte ich also meine erste Zugfahrt und zwar von Peking nach Datong (das liegt suedwestlich von Peking). Es war definitiv ein Abenteuer, da ich ziemlich der einzige Auslaender in diesem Zug war. Entsprechend wurde man natuerlich von allen Seiten angeglotzt. Das ist zwar amuesant, aber doch sehr nervig. Vor allem wenn zwei zehnjaehrige Maedchen neben einem Sitzen und offensichtlich die ganze Zeit ueber einen reden…

Nun ja, ich habe mich fuer die Klasse Hard-Seater entschlossen. Das ist die einzige Klasse, die keine Betten hat und entsprechend die billigste (die 7stuendige Zugfahrt hat 3 Euro gekostet). Es hatte positive und negative Seiten. Positiv war, dass es wirlich unglaublich war. Der Wagen war vollkommen ueberfuellt (bis zum ersten Stop nach drei Stunden sind nicht gerade wenige Leute im Gang gestanden) und entsprechend durfte man sich zu dritt auf der Bank knuddeln. Hard-Seater sind in etwa wie eine deutsche Regionalbahn (nur dass es in Deutschland nicht so dreckig ist… :-)), dementspechend war das nach sieben Stunden dann auch genug. Nach 4-5 Stunden leerte sich der Zug dann aber auf eine annehmbare Zahl von Leuten (ausserdem waren diejenigen ausgestiegen die Ventilatoren und ganze Reissaecke mit allerhand Zeug drinnen transportierten) und es wurde angenehmer. Natuerlich wurde ich gleich wieder angequatscht. Ein Maedel, das Englisch sprach, wollte, dass ich ihr etwas in ein Heft schreibe. Also habe ich irgendeinen Quatsch reingeschrieben (”Hello, this is Philipp from Germany and we are on our way to Datong …). Daraufhin hat sie sich dan zu mir gesetzt und wir haben 2 Stunden gequatscht. Ueber ihr Leben aus Studentin, ueber die 1-Kind-Regelung, ueber die die Arbeitslosenquote in China etc.. Es war also sehr nett. Tollerweise hat sie mir dann auch noch geholfen ein Ticket fuer meinen naechsten Zug am Schalter zu besorgen. Das haette ich alleine nie und nimmer hinbekommen.

Dummerweise komme ich hier aber erst einen Tag spaeter weg als geplant, da das mit dem Tickets in China so eine Sache ist. Man kann immer erst ein Ticket kaufen sobald man am Abfahrtsort ist. Es ist also nicht moeglich ein Ticket von Peking nach Shanghai zu kaufen, wenn man in Hong Kong sitzt. Das macht alles sehr kompliziert. Das die Leute nur sehr schlecht bis gar nicht englisch sprechen, macht die Sache nicht einfacher. Ich bin dann heute gleich mal zu CITS, das ist in etwa ein Reisebuero fuer Auslaender und das gibt es ueberall. Die Typen da koennen dir auch Zugtickets besorgen. Dafuer wollen sie zwar eine Commission von 20 Yuan. Aber die 2 Euro sind es mir wert nicht voellig planlos am Schalter zu stehen. Im Endeffekt bezaehlt man sie eigentlich nur dafuer, dass sie Englisch sprechen, aber das ist schon ok.

In Datong wohne ich im Feitian Binguan Hotel. Kann ich sehr empfehlen. Die Uebernachtung kostet 3,50 fuer ein 4-Bett-Zimmer (keine Stockbetten). Als ich vorhin aus dem Zimmer gegangen bin war ich dort ganz allein. Ich hoffe das bleibt heue Nacht so.

Goodbye Beijing

Posted in Travelling by Philipp at 30. Aug. 2006

Ok, morgen wird es Zeit Peking zu verlassen. Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Einerseits ist Peking einfach too much und definitiv die verrueckteste Stadt, die ich bis jetzt in meinem kurzen Leben erleben durfte. Es rennen jeden Tag ungefaehr so viele Leute hier rum wie an einem Samstag in einer beliebigen deutschen Innenstadt und der Verkehr ist absolut verueckt. Es gilt die Devise: Lauf oder stirb. Wenn man bei Gruen nicht loslaeuft oder bei der Strassenueberquerung mal kurz stoppt, kann man sich sicher sein, dass die Abbieger ohne Ruecksicht auf Verluste losfahren. Und dass gerne auch mal in einem Abstand von 2cm an einem vorbei. Deshalb: nie stehenbleiben bzw. den heranfahrenden Autos zeigen, dass man Respekt vor ihnen hat. Neben der Verkehr nervt das ewige Anquatschen. Gerade als Auslaender wird man einfach an jeder Ecke vollgequatsch: “Hello Sir”, “Art Exhibition?”, “Excuse me, where you from?”. Die Jungs und Maedels sind dabei nicht gerade unaufdringlich. Ich hatte mir in den letzten beiden Tagen angewoehnt immer zu sagen, dass ich aus Italien stamme, weil ich hoffte, dass sie da nicht so viel zu sagen koennen, aber in der Verbotenen Stadt hat dann gleich einer mit ein paar Brocken Italenisch angefangen, auf die ich nichts zu erwiedern wusste… Er dann so: “You are not from Italy!”. Tja, erwischt… Ich spekuliere gerade mit der Czech Republic als neue Heimat.

Das dauernde Anquatschen, das dann wohl immer in einem Abziehen enden wird, bedeutet leider auch, dass man eigentlich so ziemlich jedem Chinesen misstraut, der einen anspricht. So auch den 10%, die eigentlich gar nichts Boeses von einem wollen. In der Verbotenen Stadt wurde ich z.B. von drei Chinesen gefragt, ob sie mit mir ein Foto machen koennen. Ich also zu erstmal auf Alarm gestellt und die Hand um meinen Geldbeutel fester gemacht. Im Endeffekt wollten sie aber nur ein Foto mit jemanden aus dem Westen. Das war alles. Es ist mir aber immer noch schleierhaft warum sie ausgerechnet mit mir ein Foto wollten, da in der Verbotenen Stadt ungefaehr jeder 5te aus dem Westen ist…

Nun ja, es gibt schon viele bekackte Dinge an Peking. Die Abzocke, der Verkehr, der Smog, die unglaublich vielen Menschen, aber ich merke doch, dass ich den “Shock of Asia” (wie es mein Roomate aus den Staaten ausgedrueckt hat) inzwischen ueberstanden habe und es doch geniesse durch die Strassen und vor allem durch die Hutongs zu laufen. Es gibt einfach so viele Eindruecke, so viel zu sehen und zu erleben.

Entsprechend habe ich bei den Touri-Spots nie wirklich viel Zeit verbracht. Es ist zwar nett die ganzen alten Tempel zu sehen, aber ich merke doch, dass es mir viel mehr bringt planlos durch die Strassen zu laufen. So habe ich mich heute auch voellig zerfranzt und musste ein Taxi nehmen, um wieder auf den Weg zu kommen. Taxifahren ist hier aber kein Problem. Man zeigt dem Fahrer einfach auf der Karte wo man hin will (dabei ist es wichtig, dass die Karte auch die chinesischen Zeichen featurt, sonst rafft er es nicht) und lasst sich dann einfach fuer durchschnittlich 1-2 Euro durch die Stadt kutschieren.

Auch das Essen ist aehnlich billig. Normalerweise kommt man mit 2-3 Euro (inkl. Getraenk) weg. Aber man muss sich eben ueberraschen lassen, da die meisten Karten nur auf chinesisch geschrieben sind. Ich gehe deshalb gerne in Restaurant bei denen ich auf etwas zeigen kann. Das macht es einfacher, aber nicht minder interessanter. Vorgestern dachte ich zum Beispiel zu 100% eine Kartoffel auf dem Bild zu sehen, was dann kam war aber Nudeln mit Rindfleisch. War auch ok. Es geht hier eben alles nur mit Hand und Fuss.

Gestern war ich dann auf der chinesischen Mauer. Wow, das war sehr, sehr beeindruckend und wirklich das Highlight bis jetzt - wie diese Mauer in diesen wunderschoenen und heftig steilen Bergen liegt: ganz grossartig (@Thomas: Ja, habe die Cycle China Tour gemacht und war zufrieden). Auf der Tour war auch ein englisches Paaerchen dabei, dass fuer zwei Jahre auf Weltreise ist. Er ist eigentlich Elektriker und hat deshalb seine neongelbe Warnjacke von der Arbeit mitgebracht, mit der er sich nun ueberall ablichten laesst. Natuerlich auch auf der Mauer. Ich war von der Idee ziemlich beeindruckt und habe es mir natuerlich nicht entgehen lassen mich auch mit zu fotografieren .

Morgen fahre ich in den Sued-Westen, genauer nach Datong. Ich bin gespannt was mich bei meiner ersten Zugfahrt in China und in der neuen Stadt erwartet.

Bilder aus Peking

Posted in Travelling by Philipp at 29. Aug. 2006

Letzten Samstag habe ich mich mit Nadin getroffen. Sie ist german und macht hier in Peking gerade ein Praktikum. Bis Samstag 12 Uhr kannten wir uns, wurden aber aus Deutschland ueber unseren gemeinsamen Freund Thomas vermittelt (danke nochmals!). Bilder unseres lauschigen Nachmittags gibt es in ihrem Blog:
Click

Zimmergenossen naechster Teil

Posted in Music and Film, Travelling by Philipp at 29. Aug. 2006

Wer haette gedacht, dass man ausgerechnet in einem Hostelzimmer in Peking einen Fan von Godspeed You Black Emperror kennenlernt? Immerhin sind die Fans der Band ja auch in Deutschland rar geaet. Nun mein Zimmer-Kollege Mat findet die Kanadier nicht nur super, sondern hat bis vor kurzem auch in einer Band gespielt, die ganz aehnlichen Sound wie die Kanadier machen:The Pirateship Quintet

Zimmergenossen

Posted in Travelling by Philipp at 28. Aug. 2006

Mit meinem Zimmergenossen habe ich bis jetzt in Peking ziemlich Glueck gehabt. Da ist ein Ami, der von Indien ueber Thailand nach China gereist ist und nun morgen in die Mongolei faehrt, um irgendwann dann mal puenktlich in Muenchen zum Oktoberfest zu sein: ein Englaender, der hier bald als Englisch-Lehrer arbeitet und sogar sein Skateboard mitgenommen hat (uebrigens trifft man hier einige englische Native Speaker, die hier als Lehrer arbeiten): und zu guter letzt zwei ghaneische (gibt es dieses Wort?) Brueder. Dass die letztgenannten zwei sind habe ich erst gestern herausbekommen. Vorher war naemlich immer nur der eine da und ich dachte der zweite waere sein Kumpel und pennt irgendwo anders. Ist aber nicht so: er schleicht sich jede Nacht in das Hostel und pennt hier, damit sie nur ein Bett bezaehlen muessen. Da ich immer vor ihnen ins Bett gegangen bin und auch vor ihnen aufgestanden bin, habe ich davon gar nichts mitbekommen. Im Grunde genommen ist es mir auch egal, denn nett sind sie beide.

Gestern nacht haben sie dann mal ihr wahres Gesicht gezeigt. Auf einmal kam ein Typ aus Island an, der auch im Hostel schlaeft, und fragte den einen ob er ihm eine Frau besorgen kann. Er dann: “Kein Problem.” Er also sein Handy gezueckt und irgendeine Nutte angerufen. Das Gespraech ging in etwa so: “Fuck, Golden Pussy, Beijing Railway Station, Hostel, Fucky Fucky”. Sie koennten sich damit unglaublicherweise sogar verstaendigen. Er hat dann erstmal so den Pimp raushaengen lassen und meinte er wuerde sich von dem Preis natuerlich was abzwacken und den Islaender also eine “Vermittlungsgebuehr” berechnen. Ich dachte am Anfang der labert nur Scheiss, aber dann kam zehn Minuten spaeter wirklich eine Asiatin in unser Zimmer. Der Ami war auf einmal auch heiss und wollte sie bezaehlen, aber sie wollte zuviel Geld. Waehrend der Englaender und ich uns ziemlich dumm vor kamen, haben die dann unter uns mit der Dame verhandelt bis sie genervt und veraergert aus dem Zimmer gestuerzt ist. Insgesamt war die ganze Aktion also ein ganz grosser Reinfall und nur peinlich bis zum abwinken. Ich habe aber definitiv viel gelacht an diesem Abend - es war einfach alles zu kurios. Andereseits hat jemand der es mit einer Asiatin in einem 4-Bett-Zimmer treiben will (im Klo waere nicht moeglich gewesen, da diese seit vier Tagen nicht gereinigt wurde und heftig nach Pisse stinkt) wirklich nicht anders verdient.

Language Switch

Posted in Uncategorizeable by Philipp at 28. Aug. 2006

Ok. Ich werde hier ab sofort auf deutsch schreiben. Eigentlich war das Blog auf Englisch geplant, da man ja inzwischen doch einige Leute auf der ganzen Welt kennt. Aber Google Analytics verraet mir, dass diese Leute sich das Blog gar nicht anschauen. Ok, Projekt gescheitert. Ich fand es ja auch gut mal wieder ein paar Sachen in Englisch zu schreiben, aber ich merke doch, dass ich dadurch wichtige Dinge, die ich auch fuer mich aufschreiben moechte, nicht wirklich beruecksichtigen kann. Und wozu dann der ganze Aufwand, wenn die meisten Leser sowieso deutsch koennen. Lohnt sich alles nicht. Deshalb ab sofort: Einigkeit und Recht und Freiheit!

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